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  • Slide für Tagung "Renarrativierung in der Vormoderne"

    Renarrativierung in der Vormoderne. Funktionen – Transformationen – Rezeption

    Tagung, 23.-25. Februar 2017 im Liefmannhaus

    Bevor im späten 18. Jahrhundert der “Imperativ künstlerischer Originalität” eine Zäsur setzte, dominierte die Bearbeitung bereits bekannter Stoffe das künstlerische Schaffen. Den Erzählern in vormoderner Zeit standen verschiedene Erzählstrategien zur Verfügung, die dazu dienten, traditionelle Erzählmuster und -modelle immer wieder zu aktualisieren. Die Tagung untersucht dieses Phänomen über die Grenzen der literatur- und sprachwissenschaftlichen Disziplinen hinaus. [mehr] Bild: Lucas van Leyden, ca. 1520

Der Gegenstand des DFG Graduiertenkollegs 1767 Faktuales und fiktionales Erzählen ist einerseits faktuales Erzählen und ande­rerseits Erzählen, das zwischen Fiktionalität und Faktualität changiert. Damit hebt sich das Thema des Kollegs von der Masse narratologischer und auch philologischer Forschung ab, die primär fiktionale Texte, also Romane, Dramen und Versnarrative behandelt.

Das GRK behandelt das Zusammenspiel von Faktualität und Fiktionalität in einer großen Spannbreite von Text(sort)en sowie (audio-)visuellen und materiellen Medienprodukten. Ziel ist es, einerseits Forschungsfelder außerhalb der Philologien in die narratologische Analyse zu integrieren, sowie andererseits aus dem Umgang mit faktualem Erzählen jenseits der Erzähltheorie zu lernen, und gängige narratologische Modelle in Hinblick auf faktuale Texte zu modifizieren. Das zentrale Thema der Interferenz zwischen Faktualität und Fiktionalität wird in einem breiten interdisziplinären Verbund unter Einbeziehung der Geschichtswissenschaft, der therapeutischen Psychologie sowie der Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften erforscht.

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