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Annika Wirth

Annika Wirth

Sprecherin der Kollegiaten

Kontakt

Graduiertenkolleg 1767 „Faktuales und fiktionales Erzählen“
Erbprinzenstr. 13
D-79085 Freiburg

annika.wirth@grk1767.uni-freiburg.de

Wissenschaftlicher Lebenslauf

Annika Wirth studierte zwischen 2008 und 2013 zunächst Anglistik/Amerikanistik und Romanistik, später dann Anglistik/Amerikanistik und Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal. Nach Abschluss des Bachelor-Studiums entschied sie sich für den neu geschaffenen, vertiefenden Fach-Master in Anglistik/Amerikanistik mit einem Schwerpunkt in amerikanischer Literaturwissenschaft ebenfalls in Wuppertal, den sie 2015 beendete.

Im direkten Anschluss an ihr Master-Studium begann sie eine Promotion bei Herrn Prof. Dr. Michael Butter an der Eberhard Karls Universität in Tübingen zum Thema individueller und kollektiver Identitätskonstruktion in „Gulf War Captivity Narratives.“ Dieses Interessensgebiet baut auf ihrer Masterarbeit, „Captives of the New Frontier: Captivity Narratives in Times of Global Terrorism” auf und führt die Betrachtung dieser faktualen Erzählungen fort.

Seit April 2017 ist sie Kollegiatin am GRK 1767 „Faktuales und Fiktionales Erzählen“ der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Betreut wird ihre Dissertation von Prof. Dr. Monika Fludernik und Prof. Dr. Andreas Gelz.

Dissertationsprojekt

Gulf War Captivity Discourses – Factual and Fictional Narration in POW Biographies and the Media Landscape: 1991-2011
(Betreuer/Betreuerin: Prof. Dr. Monika Fludernik, Prof. Dr. Andreas Gelz)

Projektbeschreibung

Ihr Forschungsthema sind weiterhin (auto-) biographische Kriegsgefangenschafts-Erzählungen aus den amerikanischen Golfkriegen (1991 und 2003-11) und ihr Zusammenspiel mit den medialen und politischen Diskursen über die captives.

Sie betrachtet unter anderem die Wechselwirkung zwischen den einzelnen captivity-Diskursen, deren vermeintliche Faktualität als Katalysator im Prozess der Mystifizierung der Kriegsgefangenen fungiert und sie zu symbolträchtigen, zum Teil fiktionalisierten, Figuren erhebt. Innerhalb der zu untersuchenden Diskurse werden individuelle und kollektive Identitäten geschaffen und gegeneinander verhandelt. Dies betrifft sowohl das amerikanische Individuum und Kollektiv, als auch den Irakischen Gegenspieler. Dabei bedienen sich die vom Anspruch her faktualen Zeugnisse aus den Golfkriegen anerkannten Erzählverfahren und Methoden des fiktiven Erzählens, was bedeutet, dass das captivity narrative eine ausgewiesene Mischform des faktualen und fiktionalen Erzählens ist.

Von besonderem Interesse bei der Untersuchung der Texte und Medienprodukte sind narratologische Gesichtspunkte, wie Erzählerstimme, Erzählperspektive, Strukturen, Fokalisierung, Chronologie, narrative Mittel und ihre Einflussnahme auf die Konstruktion von Identität und Authentizität. Außerdem sind die unterschiedlichen Erzählweisen der verschiedenen Medien zu berücksichtigen. Das Dissertationsprojekt ist vom Grundsatz her interdisziplinär angelegt und integriert Konzepte aus Literaturwissenschaft, Linguistik, Queer und Gender Studies, Psychologie, Politikwissenschaft und mehr, um die Subjektpositionen und Erzählformen in den captivity narratives adäquat analysieren zu können.

Vorträge

  • Juni 2014: „Sex & Crime: Sexualität in der Kriminalliteratur von Edgar Allan Poe bis Simon Beckett und Karin Slaughter.“ Vortrag im Rahmen des 5. Studierendenkongress Komparatistik „Literatur und Sexualität,“ Bochum.