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Patrick Galke

Dipl.-Germ. Patrick Galke-Janzen

Portrait von Patrick Galke

Kontakt

Graduiertenkolleg 1767 „Faktuales und fiktionales Erzählen“
Erbprinzenstr. 13
D-79085 Freiburg
patrick.galke@germanistik.uni-freiburg.de

Wissenschaftlicher Lebenslauf

Patrick Galke studierte vom Wintersemester 2005 bis zum Sommersemester 2006 Germanistik, Neuere und neueste Geschichte sowie Arabistik und orientalische Philologien an der Universität Leipzig. Ab Sommersemester 2006 bis Wintersemester 2011 studierte er Diplom-Germanistik mit dem Schwerpunkt Literaturvermittlung sowie Politikwissenschaft an der Universität Bamberg. Als Erasmusstudent weilte er im akademischen Jahr 2009/10 an der Universidad Complutense de Madrid. Seit dem Wintersemester 2006 war er als studentische Hilfskraft bei Prof. Dr. Hans-Peter Ecker (Germanistik und Literaturvermittlung) tätig und hielt im Wintersemester 2008/09, Sommersemester 2009 sowie Wintersemester 2010 ein Tutorium zur Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft ab.
Nach der Diplomprüfung im November 2011 war er bis September 2012 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Hans-Peter Ecker an der Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Literaturvermittlung beschäftigt.
Seit Oktober 2012 ist er als Kollegiat des GRK 1767 der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg angestellt. Von Oktober 2012 bis Februar 2015 war er Co-Sprecher der Kollegiaten.

Dissertationsprojekt

THE TALES OF TWO DEPRESSIONS: Im Zuge der Finanzkrise 2007 entwickelte sich ein intensiver Diskurs um ihre Ursachen und Wirkungen. Er brachte und bringt in den Feldern des Journalismus, der Literatur und Ökonomik zahlreiche Beiträge hervor, die eine kollektiv verbindliche Erzählung der Ereignisse entwerfen. Wiederholt forderten Literaturkritiker erklärende Beiträge von Romanciers, um die Krise der Gegenwart mit den Mitteln der Literatur zu erfassen. Ausgehend von diesem Interesse am kognitiven Wert der Literatur versucht meine Dissertation die Frage zu beantworten, was literarische von journalistischen und wissenschaftlichen Krisendarstellungen unterscheidet und was sie verbindet. Ich will dabei nicht nur zeigen, wie eine Finanzkrise in faktualen und fiktionalen Texten zur Darstellung kommt, sondern auch ergründen, welche Anschlusskommunikationen die untersuchten Texte ermöglichen. Zudem analysiere ich, welche Ziele die Autoren mit ihren Texten verfolgen, wie sie Besorgnis äußern oder womöglich abschwächen bzw. ausblenden und welche Erkenntnisse die literarischen Texte über die jeweiligen Finanzkrisen im Verhältnis zu den anderen Texten ermöglichen. Vor dem Hintergrund kulturwissenschaftlicher Diskussionen um das Konzept eines „Narrativs der Krise“ differenziert meine Arbeit bestehende Untersuchungen (bspw. Nünning 2012) und erweitert sie um eine historische Perspektive, indem sie sich nicht auf die Finanzkrise 2007 beschränkt, sondern sie mit dem Krisendiskurs nach dem Gründerkrach von 1873 vergleicht.

Forschungsschwerpunkte

  • Literatur und Ökonomie
  • Literatur der DDR und BRD
  • Systemtheorie, Literatursoziologie
  • Raumtheorie
  • Narratologie
  • Mitteleuropadiskurs
  • Literatur und Arbeit
  • Literatur und Ökologie
  • Populäres Lied
  • Politik und Literatur
  • Theorien der Gerechtigkeit
  • Literaturvermittlung

Publikationen und Vorträge

  • „Literarische Analysen des Gründerkrachs bei Karl Gutzkow, Friedrich Spielhagen und Michael Klapp“. Tagung: Wirtschaftskrisen in der Literatur, 20. – 22.03.2015, Universität Koblenz-Landau.
  • „Literarische Analysen des Gründerkrachs bei Karl Gutzkow, Friedrich Spielhagen und Michael Klapp“. Der große Crash. Wirtschaftskrisen in Literatur und Film. Hgg. Nicole Mattern und Timo Rouget. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2016.
  • Mit Marc Wurich. „Der Dichter als Hinterbliebener Klabunds Totenklage (1918) zwischen Trauerarbeit und Kunstwerk“. Lyrische Trauernarrative. Hgg. Achim Aurnhammer und Thorsten Fitzon. Würzburg: Ergon, 2015. 283-305.
  • „Von Räubern und Beraubten. Wie die Frage nach Schuld und Unschuld Finanzkrisenerzählungen bestimmt“. Die narrative Dimension der Wirtschaft. IDS Mannheim. (angenommen).
  • „Irgendwas läuft wieder falsch. Die DDR-Arbeitswelt der 70er und 80er in Texten Karl-Heinz Jakobs‘, Paul Gratziks und Hannelore Pechs“. Arbeit – Protest – Literatur. Hgg. Iuditha Balint und Hans-Joachim Schott. Würzburg: Königshausen & Neumann. [= Nexus 5] (Voraussichtliche Publikation Frühjahr 2015).
  • „Die Ausbeutung kann man eigentlich nur tanzend ertragen: Deichkinds ‚Bück dich hoch!‘ als Entwurf des falschen Lebens im Falschen“. Web. deutschelieder.wordpress.com/2012/ 05/07/deichkind-bueck-dich-hoch/
  • Das Mysterium des Ortes Mitteleuropa. Bernhard Setzweins Roman Die Grüne Jungfer – Versuch einer narrativen Verortung Böhmens in Mitteleuropa. Bamberg: University of Bamberg Press, 2012.
  • Mit Hans-Peter Ecker. „Heiner Müllers Wolokolamsker Chaussee V: Ein „Nazibastard“ widerruft den Gründungsmythos der DDR“. Bastard. Figurationen des Hybriden zwischen Ausgrenzung und Entgrenzung. Hg. Andrea Bartl und Stephanie Catani. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2010. 161-174.
  • „Warum es in der DDR keine Zensur gab“. Tagung: Vom Bilderverbot zur Bundesprüfstelle, 8.- 9. November 2008, Universität Bamberg.

Lehre

  • Personale Identität. (Gemeinsam mit Mathis Lessau im Modul Faszination Wissenschaft des Univerity College Freiburg, Freiburg WS 2014/15).
  • Theorien und Methoden der Literaturwissenschaft (Internationale Sommerschule Die Reise: literarisches Motiv, narrative Struktur, erkenntnistheoretische Perspektive, Otto-Friedrich-Universität Bamberg 2013).
  • Erzwungene Reisen. Literarische Darstellungen des Exils von Heine bis Brecht (Internationale Sommerschule Die Reise: literarisches Motiv, narrative Struktur, erkenntnistheoretische Perspektive, Otto-Friedrich-Universität Bamberg 2013).
  • Das Wandern ist des Müllers Lust: Die deutsche Wanderkultur im historischen Wandel (Internationale Sommerschule Die Reise: literarisches Motiv, narrative Struktur, erkenntnistheoretische Perspektive, Otto-Friedrich-Universität Bamberg 2013).
  • Disziplin, Qualität, Solidarität: Werte der Arbeitswelt in der Literatur (Internationale Sommerschule Treue, Wald und Ökostrom, Otto-Friedrich-Universität Bamberg 2012).
  • Öko-Literatur in der DDR und der BRD (Internationale Sommerschule Treue, Wald und Ökostrom, Otto-Friedrich-Universität Bamberg 2012).
  • Goethes Novellen und das germanistische Gattungsparadigma (Otto-Friedrich-Universität Bamberg SS 2012).
  • Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Otto-Friedrich-Universität Bamberg WS 2011/2012, SS 2012).

Grants

  • University-College-Teaching-Fellowship für das Seminar „Personale Identität“.