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Johannes Aderbauer

Johannes Aderbauer

Sprecher der Kollegiaten

Kontakt

Graduiertenkolleg 1767 “Faktuales und Fiktionales Erzählen”
Erbprinzenstr. 13
D-79085 Freiburg

johannes.aderbauer@grk1767.uni-freiburg.de

Wissenschaftlicher Lebenslauf

Johannes Aderbauer studierte von 2011 bis 2018 Französisch und Mathematik an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau (1. Staatsexamen). Von Ende 2012 bis Ende 2014 arbeitete er als studentische Hilfskraft für PD Dr. Henning Hufnagel am FRIAS (Freiburg Institute for Advanced Studies). Direkt im Anschluss arbeitete er am Lehrstuhl von Prof. Dr. Andreas Gelz und war als studentische Hilfskraft im Rahmen des SFB 948 „Helden. Heroismen. Heroisierungen“ angestellt.

Seit Oktober 2018 ist Johannes Aderbauer Kollegiat am Graduiertenkolleg 1767 „Faktuales und fiktionales Erzählen“.

Dissertationsprojekt

Der Biograph im Dialog mit der dargestellten Figur. Die biographische Fiktion zwischen Fiktionalität und Faktualität [Arbeitstitel]
(Betreuung: Prof. Dr. Andreas Gelz (Freiburg) und Prof. Dr. Marías Martínez (Wuppertal))

Im ausgehenden 20. Jahrhundert erweist sich das biographische Genre insbesondere in Literatur und Film als auffallend häufig verwendete Form des Erzählens. Bemerkenswerte Neuentwicklung ist die biofiction oder auch fiction biographique, die das Leben oder einen bestimmten Lebensabschnitt einer historischen Persönlichkeit in meist sehr freier und bewusst literarischer Gestalt verarbeitet. In den fictions biographiques finden sich neben biographischen häufig auch implizite wie explizite autobiographische Elemente des Autors. In meinem Dissertationsprojekt untersuche ich jene biographischen Fiktionen, die seit 1985 publiziert wurden und in denen explizit eine Erzählinstanz inszeniert wird, die mit der dargestellten Figur in Kontakt tritt. Aus dieser Konfiguration erwächst eine Form der Begegnung zwischen dem Biographen und der dargestellten Figur, anhand derer zentrale Fragen aktuellen literarischen Schreibens nach Fiktionalität und Faktualität, nach der Erprobung von Gattungsgrenzen sowie nach narrativen Möglichkeiten, einem individuellen Leben literarische Form zu geben, untersucht werden sollen.

Organisation

Zusammen mit Amelie Mussack und Annika Wirth: Organisation der Tagung: „Erzählte Architektur. Trans- und intermediale Perspektiven auf das Verhältnis von Erzählen und Architektur im 20. und 21. Jahrundert“, am 30.-31.01.2020 im FRIAS (Freiburg Institute for Advanced Studies). Für weitere Informationen bitte hier klicken.

Vorträge

„Zwischen Fiktion und Historiographie. HHhH von Laurent Binet“, Vortrag im Rahmen des Symposiums: Current Trajectories in Narrative Research, an der Bergischen Universität Wuppertal, 27.-28.09.2019.

„Le biographe en dialogue avec le biographié. Fictions biographiques entre fictionalité et factualité“, Vortrag im Rahmen des Journée d’études doctorales der Universitäten Zürich, Strasbourg und Freiburg, Leitung: Prof. Dr. Thomas Klinkert, in Zürich, 21.12.2018.

Auszeichnungen

Auszeichnung der wissenschaftlichen Arbeit „Literarische Biographien? Jean Echenoz‘ Romane Ravel, Courir und Des éclairs“ mit dem Irmgard-Ulderup-Preis 2018, verliehen vom Romanischen Seminar Freiburg und der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung.

Teilnahme

Summer School „Konstanten und Varianten des Erzählens in transgenerischen und transmedialen Kontexten“ des Graduiertenkollegs „Faktuales und Fiktionales Erzählen“ in Saint-Hippolyte, Frankreich, vom 06.-10.08.2019.