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Nursan Celik

Nursan Celik

Kontakt

SFB 1385 Recht und Literatur
Domplatz 6, Raum 209
48143 Münster
ncelik@uni-muenster.de

Wissenschaftlicher Werdegang

Nursan Celik studierte Germanistik, Anglistik/Amerikanistik und Philosophie im Bachelor an der Universität Kassel. Anschließend folgte ein Masterstudium der Germanistik mit literaturwissenschaftlichem Schwerpunkt und ein Masterstudium der Philosophie der Wissensformen mit ästhetischem Schwerpunkt. Während ihres Studiums absolvierte sie Forschungs- und Praxisaufenthalte am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik in Frankfurt, im Verlagswesen in Glasgow und am Goethe-Institut in Paris. Seit Oktober 2019 ist sie Doktorandin der Germanistik an der Graduate School Practices of Literature an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin arbeitet sie zudem seit Januar 2020 am Sonderforschungsbereich 1385 Recht und Literatur, wo sie im Teilprojekt A01 (Deutungshoheit über Texte) zu Fiktionalität forscht. Sie ist zudem Mitherausgeberin von Textpraxis, dem digitalen Journal für Philologie an der WWU Münster.

Dissertationsprojekt

Logik und Ontologie (in) der Fiktion [Arbeitstitel]
(Erstbetreuung: Prof. Dr. Eric Achermann)

Seit den Romanverbotsverfahren von Klaus Manns Mephisto und nicht zuletzt auch Maxim Billers Esra als Präzedenzfälle juristischer Auseinandersetzung im Deutungsdisput zwischen Rechtswissenschaft/-sprechung und Literaturwissenschaft/-betrieb scheint ein aporetisches Verhältnis zwischen der gleichzeitigen Einhaltung und dem Schutz von allgemeinen Persönlichkeitsrechten zum einen und der Kunstfreiheit zum anderen zu bestehen. Dass es sich hierbei jedoch nur um eine Aporie prima facie handelt und das Kardinalproblem in der defizitären Auseinandersetzung mit den ontologischen Seinsweisen fiktiver Gegenstände und der Wahrheits- und Wirklichkeitsfähigkeit fiktionaler Satzaussagen zu lokalisieren ist, dient als Ausgangspunkt dieses Dissertationsprojekts: Anhand und mit Rekurs auf sprachphilosophische, insbesondere sprachanalytische, Aspekte und Ansätze zielt diese Arbeit darauf ab, eine alethische Konzeptualisierung von Logik und Ontologie (in) der Fiktion herauszuarbeiten, die sich möglichst frei von spekulativen Deutungsspielarten zur Triade von Ontologie, Fiktionstheorie und Weltbezug von Sprache innerhalb literarischer Fiktionen positioniert.

Forschungsschwerpunkte

  • Theorie, Praxis und Geschichte der Fiktionalität
  • Sprachphilosophie, insbesondere (post)analytische
  • Ästhetik und Kunsttheorie
  • Mythos, Mythologie und Mythenrezeption

Vorträge

  • „Erdbeben donnert durch der Städte Schoß“: Das Dynamisch-Erhabene im neopathetischen (Früh-)Expressionismus (November 2019, University of Durham).
  • Ontological Commitments in Works of Fiction (University of Oxford, Oktober 2020, in Vorbereitung).
  • Die Laokoon-Gruppe als Adel der Schönheit in Hegels System der Künste (Hegel-Kongress, Peru 2021, in Vorbereitung).

Pulikationen

  • Misanthropie und Melancholie. Heraklit-Referenzen und -Präsenzen in Nietzsches Also sprach Zarathustra (in Schriftstücke. Bd. 3, im Erscheinen).
  • Ein Haus, einen Brunnen, acht Linden. Ekphrasen von Heimat in Marie Luise Kaschnitz’ Dichtung (in Treibhaus. Bd. 17, in Vorbereitung).
  • Von Baum zu Baum, von Beet zu Beet. Failures of Rooting in Kurdish Diaspora Text(s) by Ronya Othmann (in Vorbereitung).
  • Als Mitherausgeberin: Textpraxis. Sonderausgabe #4. (erschienen im Mai 2020).
  • Als Herausgeberin: Textpraxis. Ausgabe #18 (in Vorbereitung, erscheint im Herbst 2020).